Internationaler Tag der Händehygiene 2015
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den 5. Mai zum internationalen Tag der Händehygiene ausgerufen. Seit dem Jahr 2009 soll dieser Tag alljährlich die Aufmerksamkeit des medizinischen und pflegerischen Personals auf die Händehygiene lenken, mit dem Ziel, diese weltweit zu verbessern. Am Universitätsklinikum St. Pölten werden die Händehygienemaßnahmen auf einem sehr hohen Standard durchgeführt. In diesem Sinne nimmt das Team der Universitätsklinik für Hygiene und Mikrobiologie, unter der Leitung von Prim. Assoc. Prof. Dr. Christoph Aspöck, am Universitätsklinikum St. Pölten diesen Tag daher zum Anlass, um das gesamte medizinische Personal zu bestärken, die Händehygiene als essentiellen Bestandteil des Patientenwohles anzusehen und die korrekte Durchführung der Händehygiene in Erinnerung zu rufen.

Das Hygieneteam der Universitätsklinik für Hygiene und Mikrobiologie: (v.l.) OÄ Dr. Jutta Berger, OÄ Dr. Ildiko-Julia Pap, DGKS Andrea Anderl, Hygienefachkraft, OA DDr. Ulrich Sagel, MSc, 1. Oberarzt, Prim. Assoc. Prof. Dr. Christoph Aspöck, Leiter der Universitätsklinik für Hygiene und Mikrobiologie, DGKS Rosemarie Gurschl, Hygienefachkraft, DGKS Karin Sommer, Hygienefachkraft, OÄ Dr. Barbara Ströbele, DGKS Alexandra Jojart-Sautner, Hygienefachkraft
Die Hände sind der Hauptübertragungsweg von Infektionserregern in Gesundheitseinrichtungen, daher ist die sorgfältig durchgeführte Händehygiene die wichtigste Maßnahme, um Krankenhausinfektionen und die Ausbreitung antibiotikaresistenter Bakterien effektiv zu vermeiden.
Die Händehygiene beruht auf unterschiedlichen Wirkprinzipien, die durch das Tragen von Schutzhandschuhen nicht ersetzt werden kann. Dazu gehören die Händewaschung, die Händedesinfektion und auch die Pflege der Hände, da gesunde und intakte Haut eine Voraussetzung für eine wirksame Händehygiene ist.
Die Händewaschung mit Seife dient zur mechanischen Reinigung der Hände von sichtbaren Verschmutzungen. Die Reduktion von mikrobiellen Kontaminationen ist vergleichsweise gering, außerhalb medizinischer und pflegerischer Bereiche jedoch normalerweise als ausreichend anzusehen. Zu häufiges Händewaschen kann zu Hautschädigung führen.
Unter der hygienischen Händedesinfektion versteht man ein Verfahren zur Verringerung der Zahl von Krankheitserregern auf den Händen mit Hilfe von Händedesinfektionsmitteln. Dadurch kann eine Übertragung von Krankheitserregern von einem Patienten auf den nächsten vermieden werden und so vor Infektionen schützen. Dies ist gerade in Gesundheitseinrichtungen von hoher Wichtigkeit, da erkrankte oder pflegebedürftige Menschen in höherem Maße anfällig sind für Infektionen als gesunde. Die Händedesinfektion ist in diesem Zusammenhang daher als die wichtigste Einzelmaßnahme zur Prävention von im Krankenhaus erworbenen Infektionen anzusehen und ist beim Umgang mit Patientinnen und Patienten der Händewaschung vorzuziehen.
Bei regelmäßiger Anwendung ist die Händedesinfektion besser hautverträglich als die Händewaschung, da in Händedesinfektionsmitteln rückfettende Substanzen enthalten sind und keine Hautfette ausgespült werden.
Laut WHO gibt es fünf Indikationen zur Händedesinfektion für medizinisches Personal:
1. Vor direktem Patientenkontakt
2. Vor aseptischen Tätigkeiten
3. Nach Kontakt mit potentiell infektiösem Materialien
4. Nach direktem Patientenkontakt
5. Nach Kontakt mit der unmittelbaren Patientenumgebung
Der Tag der Händehygiene bietet die Möglichkeit, den persönlichen und institutionellen Umgang mit der Händehygiene zu überdenken.
Aus diesem Anlass wird vor dem Mitarbeiterrestaurant des Universitätsklinikums St. Pölten auf Initiative des Hygieneteams der Universitätsklinik für Hygiene und Mikrobiologie ein Hygiene-Tower mit Informationsmaterial und einem Händedesinfektionsmittelspender aufgestellt.





