ELGA – wie geht’s weiter?
Bis die Elektronische Gesundheitsakte ELGA in den NÖ Kliniken Einzug hält, dauert es noch: 2015 starten die Tests. Aber das NÖ Befundinfosystem NÖBIS funktioniert und versorgt die Kliniken schon jetzt.

Otto Huterer, Abteilung Informations- und Kommunikationstechnologie, Bereich Medizinische IT-Services: „Für den Testbetrieb von ELGA 2015 errichten wir ein ganzes paralleles Testsystem, auf dem Tests laufen können, ohne den Normalbetrieb auch nur zu berühren.“ – Mag. Bernhard Jany, Leiter der Abteilung Marketing, PR und Organisationsentwicklung: „Ziel der Abteilung ist es, umfassende Unterlagen bereitzustellen, damit alle relevanten Zielgruppen in den Kliniken bestens vorbereitet sind.“ Fotos: NLK filzzwieser
Die Elektronische Gesundheitsakte ELGA lässt auf sich warten: Sollte das NÖ Befundinformationssystem NÖBIS (ursprünglich NÖ ELGA) eigentlich schon 2014 an das Bundes-ELGA angeschlossen werden, zeigten sich von Seiten der ELGA GmbH im Laufe des Jahres noch offene Fragen, die nun beantwortet werden. Dabei geht es beispielsweise um das „Situative Opt-out“, also um die Möglichkeit, dass Patientinnen und Patienten einzelne Befunde nicht in ihrem Datensatz gespeichert haben wollen. Diese Möglichkeit muss ihnen eingeräumt werden. Technisch wäre Niederösterreich schon heute bereit, sagt der zuständige Projektleiter der Zentrale der NÖ Landeskliniken-Holding, Otto Huterer (Abteilung Informations- und Kommunikationstechnologie, Bereich Medizinische IT-Services): „ELGA war von der ELGA-GmbH ausgerichtet auf Hausärzte, was die Betreiber im Detail leisten müssen, war nicht genau definiert. Das haben sie jetzt nachgereicht.“ So stellen Hausärzte ihre Befunde üblicherweise gleich ins System, während das allein von den Abläufen her in einem Klinikum dauern kann, bis das Dokument vom behandelnden Arzt vidiert und damit freigegeben ist.
Einheitliche Arztbriefe nötig
Nun ist der offizielle Start auf 2016 verschoben, genug Zeit, die offenen Punkte zu bearbeiten. Im kommenden Jahr wird ein eigenes zweites System als Testsystem in Betrieb gehen, berichtet Huterer, „ein ganzes paralleles System, auf dem Tests laufen können, ohne den Normalbetrieb zu berühren.“
In diesem System wird beispielsweise der Dokumentenaustausch zwischen den Bundesländern getestet. Parallel dazu gibt es auch inhaltliche Vorbereitungen für einen strukturierten Arztbrief unter der Leitung der Abteilung Medizinische und Pflegerische Standards und Prozesse: Die Fachbeiräte haben dafür bereits einen Muster-Arztbrief erarbeitet mit einem immer gleich bleibenden Schema für Textblöcke zu den Themen Anamnese, Diagnose und Befund. Diese Vorgaben dienen auch der Qualitätssicherung, nicht zuletzt, weil sie Vollständigkeit sichern und jede Ärztin, jeder Arzt genau weiß, wo man hinschauen muss, um die wichtigsten Informationen auf einen Blick zu erfassen.
Wichtiges Thema Kommunikation
Vier Arbeitsgruppen bereiten die NÖ Landeskliniken-Holding mit allen Häusern auf die ELGA-Einführung vor:
- Patienten-Administration
- Technische Anbindung
- Kommunikation & Recht
- CDA2-Dokumentation
Bereits in Arbeit ist ein grundlegendes Kommunikationskonzept, damit alle betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die ELGA-Einführung vorbereitet werden. Die Abteilung Marketing, PR und Organisationsentwicklung stellt entsprechende Informationsmaterialien zur ELGA-Ausrollung zur Verfügung.
Auch zu den häufigsten Fragen werden Antworten bereitstehen. Für Herbst kommenden Jahres ist ein Sonderheft von GESUND&LEBEN INTERN geplant, das alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gründlich informiert. Mag. Bernhard Jany, Leiter der Abteilung Marketing, PR und Organisationsentwicklung: „Ziel des Spezialhefts ist es, umfassende Informationen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kliniken zu liefern.“





