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„Herzschmerz“-Therapie in nur wenigen Stunden am Universitätsklinikum Krems

Seit 12. Jänner 2015 wird am Universitätsklinikum Krems auch die Linksherzkatheter-Untersuchung, mit Zugang über die Handgelenksarterie durchgeführt. Dadurch wurde es möglich, Montag und Mittwoch, den „Herzschmerz“ auch durch eine ambulante Behandlung zu nehmen.


„Es ist toll zu sehen, wie sich auch die Patientenversorgung in hoher Qualität an unsere schnelllebige Zeit anpasst und dabei für unser Personal zufriedenstellende Arbeitsbedingungen und für Patientinnen und Patienten einen optimalen Genesungsprozess in Aussicht stellen kann“, zeigt sich Siegrun Karner, Pflegedirektorin am Universitätsklinikum Krems begeistert.

Ablagerungen an den Gefäßwänden führen zu Engstellen der Herzkranzgefäße und behindern somit die Blutversorgung des Herzmuskels. Dadurch entstehen Schmerzen, sowie Druck- und Engegefühl hinter dem Brustbein und diese können unbehandelt zum Herzinfarkt führen. Beim Bestehen dieser Beschwerden wird oft eine sogenannte Linksherzkatheter-Untersuchung (Coronarangiographie) empfohlen. Bei so einer Angiographie wird ein Katheter, zumeist über die Leistenarterie in die Herzkranzgefäße vorgeschoben. Durch das Einspritzen von Kontrastmittel werden Engpässe sichtbar, welche dann mittels einer Gefäßstütze (Stent) aufgedehnt und damit durchgängig werden.

Der Zugang über die Leiste ist eine etablierte Methode, die allerdings einen stationären Aufenthalt und einige Stunden Bettruhe notwendig macht. Seit Jahreswechsel wird am Universitätsklinikum Krems, an zwei Wochentagen, auch die Möglichkeit des Zugangs über die Handgelenksarterie im Zuge eines Ambulanzbesuches, angeboten. Die Patienten können also nach einer 6-stündigen Überwachung im Interdisziplinären Aufnahmebereich, mit einem kleinen Verband am Handgelenk wieder nach Hause.

Die kurze Verweildauer im Krankenhaus ist nur einer der Vorteile die diese neu angebotene Untersuchungsmethode bietet. So besteht auch ein weitaus geringeres Blutungsrisiko und zudem ist eine sofortige Mobilität gegeben.

Bisher wurden 20 Patientinnen und Patienten auf diese Art und Weise erfolgreich behandelt, die ein sehr positives Feedback  zur Vorgehensweise gegeben haben.

„Die Patientinnen und Patienten schätzen diese Art der Terminvereinbarung sehr und sind, durch die richtige Aufklärung im Vorfeld, sehr eigenverantwortlich im richtigen Umgang vor und nach der Untersuchung“, freut sich Sibylle Wiener, Stationsleitung der Allgemeinen Ambulanz.