Innovativ & umweltschonend – neues Aufbereitungsverfahren für Reinigungstextilien im Klinikum
Ab Mai 2013 wird im Landesklinikum Stockerau gemeinsam mit der Reinigungsfirma ISS und Fa. Ecolab ein Pilotprojekt zur Hygienesicherheit im Bereich der Textilaufbereitung gestartet.
Dabei handelt es sich um ein zertifiziertes und nachhaltiges Verfahren, bei dem nicht nur Wasser, Reinigungsmittel und Energie gespart, sondern auch die Emissionswerte reduziert werden. Doch noch viel wichtiger in einem Krankenhausbetrieb: eine deutliche Qualitätsverbesserung im Bereich der Hygienesicherheit, kann aufgrund des reduzierten Risikos der Keimverschleppung, ebenfalls erzielt werden.
Eine der größten Gefahren in einem Krankenhausbetrieb sind multiresistente Erreger, sprich: Bakterien, die sich mit Antibiotika nicht mehr bekämpfen lassen. Um Infektionen dieser Art zu vermeiden, ist es in allen Bereichen notwendig konsequente Hygienevorschriften einzuhalten. Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung betrifft die sorgfältige Händehygiene. Doch auch die Maßnahmen zur Unterhaltsreinigung und Flächendesinfektion müssen darauf abzielen, Gesundheits- und Infektionsrisiken durch Keimübertragungen auszuschalten.
Durch das neue Aufbereitungsverfahren der Reinigungstextilien kommt nun ein zusätzlicher Sicherheitsmechanismus hinzu. Und so funktioniert das neue System: Bisher wurden die verwendeten Reinigungstücher und Wischmops nach Gebrauch maschinell gereinigt, getrocknet und für den neuerlichen Gebrauch aufbereitet. Das neue Verfahren sieht nun von einer maschinellen Trocknung ab: Die gebrauchten Reinigungstücher und Wischmops werden maschinell gewaschen, anschließend in einem extra Waschgang desinfiziert und danach in eigens vorgesehenen Behältern der Putzwägen bis zur weiteren Verwendung feucht gelagert. Dabei kann eine Lagerzeit von bis zu 72 Std. erfolgen und der Schritt der maschinellen Trocknung kann gänzlich eingespart werden.
Um die Umwelt zu schonen, werden außerdem im Zuge dieses Projektes alle verwendeten Reinigungsprodukte auf eine ökologische Produktlinie (EU-Flower) umgestellt. „Im Landesklinikum Korneuburg-Stockerau setzen wir stetig unterschiedliche Projekte zur Qualitätsverbesserung um. Umso erfreulicher ist es diesmal, mit nur einer Maßnahme die Hygienesicherheit für PatientenInnen und MitarbeiterInnen zu verbessern und dabei die Umwelt nachhaltig zu schonen. Wir freuen uns sehr diese Methode gemeinsam mit der Fa. ISS starten zu können“, betont der kaufmännische Direktor, Dipl. KH-BW Anton Hörth.






