Innovativer Pflegezirkel optimiert nachhaltiges Lernen im Stationenbetrieb an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule
Innovative Wege werden in der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege Wiener Neustadt großgeschrieben und so entwickelten die Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam den Pflegezirkel. Dieser Stationenbetrieb ermöglichte den Schülerinnen und Schülern in Kleingruppen die gelernte Theorie praktisch im schulischen Kontext zu reflektieren.
„Es war unser Wunsch, unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eines intensiven Theorie-Praxis-Transfers zu geben. Beim Stationenbetrieb des Pflegezirkels konnten sie ihr Wissen praxisorientiert und nachhaltig festigen“, erzählt die Direktorin Daniela Schnell über die Idee des Pflegezirkels.
Die Schülerinnen und Schüler hatten sichtlich Freude an dem neuen Lernangebot. In Kleingruppen zu je 4 bis 5 Personen absolvierten die Schülerinnen und Schüler des 1. Ausbildungsjahres sechs Stationen (siehe Zusatzinfo unten), wobei sie pro Station 40 Minuten Zeit intensive Lernerfahrungen machen durften. Jede absolvierte Station wurde durch die begleitende Lehrkraft in einem Stationen Pass bestätigt. Die Schülerinnen und Schüler wechselten immer wieder zwischen den Rollen, Pflegeperson bzw. Klient/in. Nach Abschluss aller Stationen folgte eine Reflexion im Plenum.
Die Reise durch das breite Spektrum der Pflege begann mit der Prüfung der Vitalzeichen. Hier galt es gegenseitig Blutdruck, Puls, Atemfrequenz und Fieber zu messen und das Ergebnis richtig zu beurteilen und zu dokumentieren. Bei einer anderen Station „Thromboseprophylaxe“ ging es darum, die passende Größe der Thrombosestrümpfe zu ermitteln und diese der Patientin / dem Patienten richtig anzuziehen.
Auch rückenschonendes Arbeiten will gelernt sein. Dazu hatten die Schülerinnen und Schüler bei der Station „Transfer Bett / Rollstuhl & Unterstützung beim Gehen“ Gelegenheit. Sie trainierten, wie man die Patientin bzw. den Patienten bestmöglich beim Gehen unterstützen kann, welche Tricks es zum Heben größerer oder schwererer Personen gibt und wie wichtig dabei die Kommunikation mit der Patientin / dem Patienten ist. Dem Bewegen und Positionieren der Patientin / des Patienten im Bett widmete sich eine weitere Übungsstation. Hier wurden die Vor- und Nachteile von 30°-, 90°- und 135°-Lagerung besprochen und die Patientin / der Patient wurde entsprechend positioniert.
Auch das Wechseln von Bettwäsche war ein Thema. Dazu erfuhren die Schülerinnen und Schüler einige Tricks, wie dies gut gelingen kann, auch wenn die Patientin / der Patient währenddessen im Bett liegen. Abschließend beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme und simulierten verschiedene Fallbeispiele.
„Der Pflegezirkel war ein äußerst gelungenes Projekt. Die Schülerinnen und Schüler waren mit Freude bei der Sache. Sie konnten ihre bisherigen Kenntnisse zum Einsatz bringen und, durch die intensive Betreuung durch begleitende Lehrkräfte, vertiefen. Nach durchwegs positiven Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler planen wir die feste Verankerung des Pflegezirkels in jedem Ausbildungsjahr“, so die stellvertretende Schuldirektorin, Gabriele Ehrenhöfer, abschließend.






