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Qualität in der Geburtshilfe – Hainburg/Bratislava Ein grenzüberschreitendes Thema

Am 21.3.2014 fand eine Pressekonferenz in Bratislava zum Thema Qualität in der Geburtshilfe satt.


Prim. Dr. Gottfried Gamperl beim Vortrag

Prim. Dr. Gottfried Gamperl

Das Spital in Kramare/Bratislava

Auf Einladung des slowakischen Gesundheitspolitischen Institutes (HPI- health policy institut) referierte Prim. Dr. Gottfried Gamperl, zertifizierter Risikomanager des Gesundheitswesen und Abteilungsleiter am Landesklinikum Hainburg, über die geburtshilfliche Datenerhebung in Österreich.

Als für NÖ und Burgenland zuständiges Mitglied des Fachbeirates des Österreichischen Geburtenregisters stellte er die österreichischen Qualitätskontroll-Instrumente in Bratislava vor.  

Seit 2008 bringen alle 82 Abteilungen Österreichs ihre Daten in ein gemeinsames Register ein, die damit zentral erfasst und verglichen werden können. Dabei auffällig gewordene Abteilungen müssen sich einem speziellen qualitätsverbessernden Verfahren stellen. So wird sichergestellt, dass die von einer Qualitätskommission gemachten Vorschläge auch tatsächlich umgesetzt werden. Dadurch konnten in Österreich eine Fülle von Verbesserungen umgesetzt werde, z.B. die Dammschnittrate sank innerhalb der letzten 10Jahre drastisch ab.  

Die in Hainburg zunehmenden Geburtszahlen und die bei der Patient/en/innen Befragung hohe Zufriedenheit mit der Hainburger Abteilung zeigen, dass der eingeschlagene Weg der Qualitätsverbesserung von Patient/en/innen und zuweisenden Ärzten/innen geschätzt wird.  

Ein weiteres Thema der Pressekonferenz war, inwiefern eine Zusammenarbeit über die Landesgrenze hinweg möglich ist. Dies soll 2015 im Rahmen eines EU-Projektes geklärt werden. Im Fokus ist dabei die Schwerpunktabteilung für Neugeborene in Kramare / Bratislava. Erste vorbereitende Schritte für dieses Projekt wurden bereits getan und bei der Pressekonferenz vorgestellt.

Ähnliche Projekte wurden bereits im Wein- und Waldviertel sehr erfolgreich durchgeführt und zeigen, dass grenzüberschreitende Kooperation möglich ist. Das enorme Medieninteresse in Bratislava zeigte jedenfalls deutlich, dass das Thema „Qualität in der Geburtshilfe“ und wie diese weiter zu verbessern ist, für die slowakische Öffentlichkeit immer wichtiger wird.