Risikomanagement: Ein Konzept führt zum Ziel
Silvia Hickelsberger, MSc, MBA, Koordinatorin für Klinisches Risikomanagement in der Region Weinviertel, leitet im Landesklinikum Hollabrunn ein Risikoteam um die PatientInnen- und MitarbeiterInnensicherheit im Klinikum zusätzlich zu steigern. Adäquates Risikomanagement ist ein wesentlicher Qualitätsparameter im Klinikum.

(v.l.) DGKS Barbara Schmidt, OA Dr. Stefan Schöppl, STL DGKS Denisa Vejtasova, DGKS Eva Schlögelbauer, Riskmanagerin DGKS Silvia Hickelsberger, MSc, MBA, Manfred Goldinger, Prim. Dr. Karl Anzböck, Ass. Dr. Florian Öller, STL DGKS Elisabeth Wakelnig
Das klinikumsinterne Risikoteam setzt sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener interdisziplinärer Bereiche zusammen. Unter der fachkundigen Team-Leitung von DGKS Silvia Hickelsberger, MSc, MBA, werden vorhandene oder mögliche Gefahrenquellen bereits im Ansatz vermieden bzw. aufgezeigt und bearbeitet, um sowohl den PatientInnen als auch den MitarbeiterInnen die bestmögliche Sicherheit und einen optimalen Ablauf des Klinikums-Procederes zu gewährleisten. Hierbei kommt der „Plan-Do-Check-Act“-Zyklus (PDCA) zum Tragen. Dieser PDCA-Zyklus beschreibt einen Problemlösungsprozess, der sich aus den vier Phasen „planen, umsetzen, überprüfen und handeln“ zusammensetzt. Somit kommt eine systematische Vorgehensweise zur Anwendung, um potentielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zur Risikobewältigung auszuwählen und umzusetzen. Als primäre Unternehmensziele forciert das Risikoteam in enger Kooperation mit der Kollegialen Führung des Klinikums die sicherheitstechnischen und strukturellen Ideal-Voraussetzungen, vermeidet hinderliche Barrieren und schafft Redundanzen, d.h. dass nur Wesentliches zur Lösungsfindung weitergegeben wird. Ebenso zählen zu den grundlegenden Strategien des Risikomanagements die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit, die Einführung von einheitlichen Arbeitsabläufen sowie die kritische Betrachtung von langjährigen, klinikumsinternen Prozessen. Unumgänglich für ein erfolgreiches Agieren im Bereich des Risikomanagements ist überdies die Einbindung von menschlichen Komponenten („Human Factors“). Dazu zählen psychische, kognitive (erkennen und verstehen) sowie soziale Einflussfaktoren um Lernprozesse in Gang zu setzen und um mehrdimensionale, komplexe Aufgabenstellungen optimal koordinieren zu können. Risikomanagerin DGKS Silvia Hickelsberger, MSc, MBA, weiß, wie wichtig es ist, Risiken für Gesundheitseinrichtungen systematisch zu erkennen und zu beurteilen: „Eine Evaluierung der Abläufe und Beinahe-Fehler bieten die Gelegenheit, Lernprozesse einzuleiten und daraus resultierende, erforderliche Maßnahmen zu setzen, damit diese Risiken künftig vermieden werden. Die Sicherheit für PatientInnen und MitarbeiterInnen ist eine stets präsente Herausforderung um den Qualitätsansprüchen in einem Klinikum auch künftig bestmöglich gerecht werden zu können.“ Risikomanagerin Silvia Hickelsberger absolvierte die facheinschlägigen Ausbildungen im Gesundheits- und Pflegemanagement an der Donau-Universität Krems. Die Ausbildung zur zertifizierten Riskmanagerin bei „Quality Austria“ befähigen sie, Maßnahmenpläne zur Risikoabwehr oder -vermeidung mit der entsprechenden Methodik zu entwickeln und umzusetzen. Ihr profundes fachliches Know-how gewährleistet die optimale, systematische Integration des Risikomanagements in die Managementprozesse im Landesklinikum Hollabrunn. Die enge, gute Zusammenarbeit des Risikoteams mit der Kollegialen Führung und die kooperative Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Berufssparten, die im Klinikum aktiv sind, schaffen die besten Voraussetzungen für ein optimales Sicherheitsmanagement.





