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Simulationszentrum erhält neues Beatmungsgerät

Das NÖ Zentrum für Medizinische Simulation und Patientensicherheit im LK Hochegg kann sich seit kurzer Zeit über ein neues Intensivbeatmungsgerät freuen. Dieses Gerät ermöglicht zukünftig noch realistischere Simulationstrainings.


Das Simulationszentrum im Landesklinikum Hochegg wurde 2009 gemeinsam mit dem NÖ Gesundheits- und Sozialfonds gegründet und darf seither mit Fug und Recht als Vorzeigeprojekt in Sachen Patientensicherheit bezeichnet werden. In dieser Infrastruktur kann das medizinische Personal verschiedene realitätsnahe Trainingsprogramme durchlaufen, um für den Ernstfall optimal gerüstet zu sein.

Das neue Intensivbeatmungsgerät vom Typ Evita 4 wird dem Simulationszentrum von der Firma Dräger zur Verfügung gestellt und ersetzt das bereits in die Jahre gekommene Gerät. „Damit können wir auch aktuelle Entwicklungen der Beatmungstechnik in die Simulation einbauen“, zeigt sich der Leiter des Zentrums, Prim. Dr. Helmut Trimmel, erfreut.

Insgesamt haben im Zentrum für Medizinische Simulation und Patientensicherheit bereits mehr als 450 Ärzte und Pflegepersonen aus den Akutbereichen Anästhesie, Intensivmedizin, Innere Medizin, Kinder- und Jugendheilkunde und Notfallmedizin an Crisis Resource Management („CRM“) Kursen teilgenommen: Hier lernen die Teilnehmer am Simulator, kritische Situationen erfolgreich zu bewältigen. Besondere Beachtung finden die sogenannten nicht-technischen Fertigkeiten wie Kommunikation, Teamarbeit, Entscheidungsfindung und situatives Bewusstsein: genau jene Faktoren, die in der Regel Fehlern durch „human factors“ zugrunde liegen.

„Wir orientieren uns an der Luftfahrt, wo kontinuierliches Training und Simulation bereits seit langem an der Tagesordnung stehen. Dadurch sollen menschliche Irrtümer, welche laut Studien aus den USA und Europa zu den zehn häufigsten Todesursachen in der Medizin gehören, reduziert und die Patientensicherheit erhöht werden“, erklärt Prim. Trimmel.