Tages- und Kurzzeitchirurgie im LK Waidhofen/Ybbs – ein fixer Bestandteil der Patientenversorgung
Am Morgen ins Krankenhaus, am Nachmittag wieder nach Hause – Was vor einigen Jahren noch unvorstellbar war, ist heute eine Selbstverständlichkeit: Nach kleineren operativen Eingriffen können viele Patienten bereits am Operationstag das Spital wieder verlassen.

(v.l.) Mag. Martin Kaiser (Kaufmännischer Direktor), Prim. Dr. Stefan Leidl (Leiter der Abteilung für Allgemeinchirurgie), Doris Fahrnberger-Schober, MSc (Pflegedirektorin), Prim. Univ.-Doz. Mag. Dr. Klemens Eibenberger (Ärztlicher Direktor)
Die chirurgische Abteilung des LK Waidhofen/Ybbs bietet der Bevölkerung der Region eine kompetente, wohnortnahe Basisversorgung auf höchstem Niveau. Das Leistungsspektrum der Chirurgischen Abteilung im LK Waidhofen/Ybbs umfasst Eingriffe wie z.B.:
- Operationen an der Bauchwand (Hernien konventionell und minimal-invasiv)
- Laparoskopische Operationen (Appendektomie und diagnostische Laparoskopie)
- Proktologische Operationen (Hämorrhoiden, Analfisteln,
periproktitische Abszesse, Rektumprolaps, Marisken) - Sämtliche bauchchirurgische Eingriffe einschließlich onkologischer Operationen (Dickdarm, Mastdarm)
- Varizenchirurgie
- Schilddrüsenchirurgie
Einer der Abteilungsschwerpunkte in der Allgemeinchirurgie ist die Hernienchirurgie. Hier arbeitet die Abteilung zur Zeit an der Zertifizierung der Deutschen Herniengesellschaft (Herniamed Qualitätssicherungsstudie) mit. Ergeben sich zum Beispiel im Rahmen der Studie Hinweise auf spezifische Probleme bei Bruchoperationen – beispielsweise hinsichtlich der Operationsmethode oder verwendeter Materialien wie Kunststoffnetze –, können sofort klinikübergreifend praktische Konsequenzen gezogen und Verbesserungen in die Wege geleitet werden.
Die Patienten wünschen sich immer mehr einen kurzen Aufenthalt im Krankenhaus. Diesem Wunsch wird im LK Waidhofen/Ybbs mit der modernen Tagesklinik, die seit 2010 forciert wird, entsprochen.
Unter der Leitung von Prim. Dr. Stefan Leidl, der im Juli 2011 zum Vorstand der Chirurgischen Abteilung bestellt wurde, konnten die tagesklinischen Eingriffe weiter verstärkt werden. „Grundsätzlich liegt die Entscheidung, ob ein Eingriff tagesklinisch vorgenommen werden kann, immer beim behandelnden Arzt“, so Prim. Dr. Stefan Leidl. „Voraussetzungen dafür sind in erster Linie die Zustimmung des Patienten, aber auch andere soziale Faktoren, wie z. B. eine akzeptable Entfernung vom Krankenhaus (Fahrzeit unter zwei Stunden), eine ausreichende Infrastruktur sowie eine gesicherte Betreuung zu Hause fließen in die Entscheidung mit ein.“
Tagesklinische Patienten haben den Vorteil, dass sie früh am morgen in der Tagesklinik aufgenommen werden und je nach Anästhesieverfahren und Eingriff frühestens am Nachmittag oder am Abend wieder nach Hause in ihr gewohntes Umfeld nach ärztlicher Kontrolle gehen können. Dieser überschaubare Zeitrahmen stellt für die meisten Patienten eine große Erleichterung dar.
Alleine durch das tagesklinische Setting ließ sich die durchschnittliche Liegedauer innerhalb der letzten 6 Jahre z. B. bei Leistenbrüchen von 5 Tagen auf ca. 2 Tage, beim Kapaltunnelsyndrom von 3 Tagen auf 1 Tag oder bei Kniegelenksarthroskopien von 4 Tagen auch auf 1 Tag senken. Gerade diese Eingriffe werden im Landesklinikum Waidhofen/ Ybbs unter definierten Kriterien tagesklinisch durchgeführt werden.
„Die modernen OP-Methoden erlauben es, dass die Patienten nur mehr ganz kurz im Krankenhaus bleiben müssen. Ganz besonders freut mich, dass die Abteilung für Allgemeinchirurgie in Waidhofen/Ybbs unter Prim. Dr. Leidl auch diesbezüglich eine Vorreiterrolle einnimmt!“ sagt der Ärztliche Direktor. Prim. Univ.-Doz. Mag. Dr. Klemens Eibenberger.





