Zu- und Umbau Landesklinikum Mauer: Baubeginn für Ende 2014 geplant
Das heutige Landesklinikum Mauer wurde von 1898-1902 als NÖ Landesheil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke als Pavillonanlage im Jugendstil errichtet. Sie wurde 1902 feierlich von Kaiser Franz Joseph eingeweiht und steht heute unter Denkmalschutz. Ende 2014 wird nun mit dem Zu- und Umbau des Landesklinikums Mauer begonnen.

(v.l.) Kaufmännischer Direktor Dipl. KH-BW Robert Danner, MSc, MBA; Ärztliche Direktorin Prim. Dr. Ingrid Leuteritz; 2. Präsident des NÖ Landtages Mag. Johann Heuras; Landesrat Mag. Karl Wilfing; Regionalmanager Mostviertel Dr. Andreas Krauter, MBA; Abgeordnete zum NÖ Landtag Michaela Hinterholzer; Abgeordneter zum NÖ Landtag Anton Kasser; Pflegedirektor DPGKP Josef Leitner
„Das Landesklinikum Mauer ist das einzige Klinikum in Niederösterreich, das alle psychiatrischen Fachdisziplinen an einem Standort anbietet. Mit dem Um- und Zubau und den entsprechenden Therapiekonzepten kann sich das Landesklinikum Mauer richtungsweisend in der psychiatrischen Landschaft Europas positionieren. Der NÖ Landtag beschließt dafür einen Investitionsrahmen von rund 80 Millionen Euro in den Zu- und Umbau des Landesklinikums. Uns ist vor allem wichtig, dass auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den gesamten Umbauprozess einbezogen werden, um auch ihre Vorstellungen verwirklichen zu können“, betont Landesrat Mag. Karl Wilfing.
In der ersten Bauphase werden die Häuser für die Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, für die Abteilung Forensische Psychiatrie und für das Multifunktionale Bettenhaus für die Bereiche Neurologie und Psychiatrie neu gebaut.
Die Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie betreut derzeit jährlich rund 180 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren stationär. Behandelt werden unter anderem Patientinnen und Patienten mit Angststörungen, Depressionen, Essstörungen, Psychosomatischen Erkrankungen oder Suchtproblemen.
Die Forensische Psychiatrie ist zuständig für die Behandlung von Häftlingen. Es werden beispielsweise Patienten im Maßnahmenvollzug sowie Untersuchungs- und Strafhäftlinge mit psychotischen Störungsbildern betreut.
„Besonders die Erholungsmöglichkeiten wie die großen Parkflächen machen das Landesklinikum Mauer dabei einzigartig. Wir werden rund 7.000m² zusätzliche Nutzfläche durch den Zu- und Umbau gewinnen, um die Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine gute Struktur zur Verfügung stellen zu können“, so Wilfing weiter.
„Die einzelnen Häuser werden ein- und zweigeschossig sowie teilunterkellert ausgeführt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Einbindung und Zugänglichkeit der Parkanlage gelegt, die eine wesentliche Rolle in der therapeutischen Betreuung der Patientinnen und Patienten spielen“, erklärt Regionalmanager Dr. Andreas Krauter, MBA.
„Außerdem legen wir bei allen Baumaßnahmen besonderes Augenmerk auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Die bereits im Landesklinikum Zwettl umgesetzten Themen wie energieoptimierte Bauweise, energieeffiziente Haustechnik, Einsatz energiebewusster Technik, wie beispielsweise Photovoltaik werden auch in das Bauprojekt Landesklinikum Mauer einfließen“, ergänzt Ing. Thomas Hauer-Dobeš, Leiter der Abteilung Bau und Facility Management in der NÖ Landeskliniken-Holding.





